Das Erasmus-Programm ist ein Programm der Europäischen Union. Namensgeber ist der Humanist Erasmus von Rotterdam. Das Programm ist nach dem Humanisten und Theologen Desiderius Erasmus von Rotterdam (1465-1536) benannt, den seine Arbeits- und Studienreisen in die großen Bildungszentren Europas führten, darunter nach Paris, Löwen und Cambridge. Wie sein Namensgeber legt auch das Erasmus-Programm großen Wert auf Mobilität sowie auf die Förderung der Beschäftigungschancen durch Lernen. Indem Erasmus sein Vermögen der Universität Basel vermachte, wurde er zu einem der Vorreiter der Mobilitätsstipendien, die heute seinen Namen tragen.
Gegründet wurde es am 15. Juni 1987 durch den Beschluss 87/327/EWG des Ministerrates mit dem Ziel, die Zusammenarbeit von Hochschulen innerhalb der EU und anderen europäischen Ländern (Norwegen, Island, Liechtenstein, Türkei, teilweise Schweiz) sowie die Mobilität von Studenten und Dozenten zu fördern.
Erasmus ist ein Akronym für European Region Action Scheme for the Mobility of University Students. Überarbeitet wurde das Programm durch die Beschlüsse 89/663/EWG und 819/95/EG. Es ist Teil des EU-Programms für Lebenslanges Lernen (bis 2006 als Sokrates-Programm bezeichnet), das neben Hochschulbildung auch Schul-, Berufs- und Erwachsenenbildung fördert. Im Studienjahr 2006/2007 nahmen 160.000 Studenten an dem Programm teil.
Zentrale Bestandteile sind die Anerkennung von Studienleistungen im Ausland anhand des Europäischen Systems zur Übertragung und Akkumulierung von Studienleistungen (European Credit Transfer System - ECTS) und die finanzielle Unterstützung von Austauschstudenten. Es können Studienaufenthalte, Auslandspraktika im Rahmen des Studiums, Lehraufenthalte sowie Fortbildung von allgemeinem Hochschulpersonal gefördert werden.
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